Musik bewegt mich schon mein ganzes Leben

Ich liebe die Musik! Mein Vater hat mich diese Liebe gelehrt und stetig gemeinsam mit meiner Mutter gefördert. Meine Kindheit und Jugendzeit war angereichert mit Musik auf unterschiedlichste Art und Weise. Violin- und Gesangsunterricht, Mitglied im Familienensemble Eglofser Stuben- und Tanzmusik unter der Leitung von Wolfram Benz, Sängerin im Kammerensemble und Schulchor des Rupert-Neß-Gymnasiums Wangen im Allgäu unter der Leitung von Berthold Büchele und Klaus Rainer waren meine praktischen Ausbildungsstätten. Während des Studiums unterrichtete mich Domkapellmeister Raimund Hug in der Domkapelle Freiburg im Breisgau. Daneben spielte ich viel Bordunmusik mit der Gruppe Ohrenwixler. In Wien waren es Herbert Böck und Heinz Ferlesch, Leiter der Singakademie Wien, mit denen ich in die große Welt der Wiener Musikkultur eintauchte. Ja, und jetzt bin ich in den drei Ensembles Bazinga, Schankpartie und Omende Oade in unterschiedlichen Musikrichtungen zu erleben.

Historische Abbildung - eine Zeichnung - einer Harfenistin und eines Mannes, der gerade aus der Tür geht und sich verabschiedet

In Wien spielten im 19. Jahrhundert zahlreiche Harfenist:innen mit Sänger:innen oder bzw. mit Geiger:innen im Prater, auf Kirtagen, in Gasthäusern und in Hinterhöfen. Im Jahr 1838 gab es beispielsweise 200 Harfenist:innen mit einer Gesellschaft von zwei bis drei Personen. Und darunter waren überraschend viele Frauen wie beispielsweise Josepha Batist, Maria Julmin, Maria Sellek, Dominika Muhm oder Franziska Schwebskirchl.

Omende Oade (= Damen Duo in der Wiener Musikantensprache) knüpft an diese musikalische Tradition an und spezialisierte sich seit 2017 auf „Volkslieder in/aus Wien“.

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Seit 2005 musiziere ich mit drei wunderbaren Menschen als Schankpartie in Duo-, Trio- oder Quartett-Besetzung: Magdalena Pfaffeneder (Geige, Gesang), Else Schmidt (Harmonika, Gesang), Roman Auferbauer (Kontrabass)/Willibald Rosner (Kontrabass).

Unsere Schank stand bis 2019 im „Dornbacher Pfarrer“ im 17. Wiener Gemeindebezirk.

Unser erster Auftritt: „Volksmusiktag Baden-Württemberg“ 2006 im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck (Deutschland)

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Bazinga

Einen langjährigen Wunsch konnte ich im Jahr 2013 gemeinsam mit der Klarinettistin Anna Koch in die Tat umsetzen. Ich singe Chansons, Schlager der 1920er und 1930er Jahre und Jazzstandards. Anna zaubert gekonnt mit ihrer Bassklarinette die Basis aus Rhythmus, Harmonie und Gegenklängen. Wir holen unterschiedlichste Klangfarben aus unseren Instrumenten und mischen diese im Dialog miteinander. Die Melodien werden von uns bearbeitet und erklingen neu im einem ganz spezifischen Bazinga-Sound.

Kitchen Sound Performance

Ein Projekt der besonderen Art war die „Kitchen Sound Performance“, das ich zusammen mit Titi Laflora und KEINKEIN viele Jahre entwickelt habe. Es hatte auch mit Musik – elektronischer Musik – zu tun, nur dass ich auf etwas ungewöhnlichen Instrumente spielte: Messer, Reibe, Schneidbrett, Salatschleuder … Hier war ich Köchin und Instrumentalistin zugleich. Ein Projekt, das alle Sinne ansprach und nur mit Augen, Ohren, Nase und Gaumen in seiner Gesamtheit begriffen werden konnte. Leider wurde das Projekt 2016 ohne mich weitergeführt. Seit 2018 gibt es die „Kitchen Sound Performance“ nicht mehr – leider!